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rita1Angefangen hat meine Projektgeschichte damit, dass ich in meinem Beruf als medizinische Praxisassistentin eine Veränderung suchte. Ich hatte es satt, immer nur in unserer Wohlstandsmedizin zu arbeiten. Ich machte mich auf die Suche nach einer Tätigkeit in einem Entwicklungsland und fand eine 13-monatige Volontärsstelle als Krankenschwester in einem Waisenprojekt in Honduras.

Neuland in allen Lebensbereichen erwartete mich: eine fremde Kultur, eine fremde Sprache, unbekannte Vegetation, anderes Klima, einfache Lebensumstände, ungewohnte  Essgewohnheiten,  grössere Kriminalität etc. Auch was die Arbeit betraf, musste ich mich um 180 Grad umstellen. Meine Aufgaben waren sehr vielseitig, einerseits arbeitete ich mit den Kindern vom Waisendorf, wovon 20 HIV-positiv waren, andererseits war die Klinik auch für die Bevölkerung offen. Zusätzlich besuchten wir Krankenschwestern alle 14 Tage, ein Armen-Pflegeheim und unterstützten das einheimische Personal. So bekam ich einen tiefen Einblick in das Leben der Menschen in Zentralamerika.

Ich fühlte mich jedoch oft von den immer wieder neuen, unbekannten Situationen überfordert. Mir fehlte das für mich gewohnte Arbeitsmaterial. Auch überschritten viele Tätigkeiten meine fachliche Kompetenz. Es blieb mir nichts anderes übrig, als nach meinem Gefühl zu handeln und Vertrauen zu haben.  In solch schwierigen Momenten fragte ich mich: „Warum mache ich das? Warum gehe ich nicht einfach wieder nach Hause?“  Ein dankbares Lächeln, glückliche Kinderaugen, entgegengebrachtes Vertrauen waren die Antworten, welche mich immer wieder dazu bewegten weiterzumachen und mir eine grosse innere Zufriedenheit gaben.
 
Nach 17 Monaten Zentralamerika kehrte ich wieder in die Schweiz zurück. Ich brauchte viel Zeit, um mich wieder im Alltag zu Recht zu finden, meine Erlebnisse zu verarbeiten und herauszufinden, was ich aus dieser Erfahrung machen will.

Ich habe gemerkt: Die Schweiz ist mein zu Hause, doch schlägt mein Herz weiterhin für die Bevölkerung Zentralamerikas.

Prävention und „Hilfe zur Selbsthilfe“ sind für mich die Themen, für welche ich mich einsetzen will. Die Menschen in ihren eigenen Ideen und ihrer eigenen Initiative unterstützen. Sie fördern aber nicht überfordern. Das sind meine Ziele.

Im Verein Guatemala-Zentralamerika habe ich die Möglichkeit gefunden, meine Erfahrungen einzubringen und meine Vorstellungen zu verwirklichen. Ich bin zuversichtlich, dass ich meine Ziele realisieren und so die Menschen in Zentralamerika unterstützen kann.

Herzlich

Rita Zurkirchen

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